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Kindersicherung für Minecraft

Minecraft ist ein Sandbox-Spiel, das 2011 veröffentlicht wurde und Spielenden erlaubt, eine Welt aus Blöcken frei zu erkunden und zu gestalten – (meistens) ohne feste Ziele. Mit freundlichen und feindlichen Kreaturen (Mobs) sowie Mehrspielerfunktionen bietet es vielfältige Spielmöglichkeiten. Es ist weltweit beliebt und auf vielen Plattformen verfügbar.

Minecraft ist von der USK ab 6 Jahren freigegeben. Weitere Informationen zur pädagogische Einordnung finden Sie beim Spieleratgeber NRW.

Testgerät: iPhone
Getestete Version: 1.21.101

Wichtig: Technische Einstellungen sind kein vollständiger Schutz für Ihr Kind. Es kann trotzdem unangemessene Inhalte sehen oder mit Fremden in Kontakt kommen. Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Kind über die Nutzung von Geräten und Apps und bieten Sie sich als Ansprechperson bei Problemen an.

1 Allgemeine Kinder- und Jugendschutzeinstellungen für Minecraft

1.1

Konto erstellen

Um Minecraft zu spielen, benötigt Ihr Kind ein Microsoft-Konto. Wir empfehlen hierfür auch die Kinderschutz-Einstellungen von Microsoft Family zu nutzen.

Damit können Sie als Eltern die Bildschirmzeit, Internetfilter und Website-Sperren einstellen. Sie als Eltern benötigen dafür ein Administratoren-Konto und können Microsoft Family über einen Browser am Computer oder mithilfe der Microsoft Family-App nutzen, die für iOS und Android verfügbar ist.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Medien Kindersicher-Seite zur Kindersicherung für Microsoft Family

1.2

Spielmodus wählen

In Minecraft kann Ihr Kind in unterschiedlichen Spielmodi spielen. Ihr Kind kann frei auswählen, in welchem Modus es spielt. 
Ihr Kind kann zwischen den folgenden Spielmodi wählen:

  • Unbegrenzte Ressourcen zum Bau und der Gestaltung einer eigenen Spielwelt.
  • Es gibt keine Gegner oder Gefahren, kein Hunger und keinen Schaden.
  • Geeignet für jüngere Kinder. 
  • Ressourcen müssen abgebaut und gesammelt werden um Werkzeuge, Waffen und Nahrung herzustellen.
  • Es gibt Gefahren wie Monster und ein Hunger-System.
  • Es muss strategisch geplant werden.
  • Geeignet für ältere Kinder zwischen 10 – 12 Jahren. 
  • Abgewandelte Variante des Überlebensmodus, in dem alle zuvor erspielten Ressourcen verloren gehen wenn der Charakter stirbt.
  • Für jüngere Kinder nicht zu empfehlen. 
  • Fokus auf der Erkundung der Spielewelt mit speziell einstellbaren Regeln. 
1.3

Multiplayer-Spielmöglichkeiten einstellen

In Minecraft gibt es die Möglichkeitm im Multiplayer zu spielen. Das bedeutet, dass Ihr Kind online mit anderen Spielern gleichzeitig in einer Minecraft-Welt spielen kann. Dabei werden die Spielenden über Ihre Microsoft-Konten verknüpft. 
Wir empfehlen die Einrichtung von Microsoft Family. Über das verknüpfte Microsoft-Konto Ihres Kindes können Sie die Multiplayer-Einstellungen ändern
Alle Einstellungen, die Sie hier vornehmen, gelten plattformübergreifend – also z.B. für iPhone, iPad, Xbox oder Windows-PC.

1.4

Chats stummschalten

In Minecraft kann Ihr Kind mit anderen Personen einen Chat starten oder von diesen angeschrieben werden. Hierzu muss sich Ihr Kind in der gleichen Spielwelt oder dem gleichen Server befinden. Der Chat kann in den Spieleinstellungen von Minecraft stummgeschaltet werden. Eine vollständige Deaktivierung des Chats über das Spiel ist nicht möglich.

Beachten Sie, dass Ihr Kind diese Einstellungen jederzeit selbst rückgängig machen kann. Um eine vollständige und von Ihnen als Elternteil überwachte Blockierung des Chats zu erreichen, empfehlen wir die Einrichtung von Microsoft Family. Über das verknüpfte Microsoft-Konto Ihres Kindes können Sie die Multiplayer-Einstellungen ändern

Alle Einstellungen die Sie hier vornehmen gelten plattformübergreifend – also z.B. für iPhone, iPad, Xbox oder Windows-PC.

1.5

Bildschirmzeit begrenzen

In Minecraft gibt es viele Tricks, um so lange wie möglich zu spielen. Somit verlieren Kinder und Jugendliche das Zeitgefühl und spielen viel zu lange. 

Unsere Empfehlung: 

  1. Bildschirmzeit auf iOS begrenzen: App-Limits einstellen
  2. Bildschirmzeit auf Android begrenzen: Tages- und Applimits festlegen über Google Family Link
  3. Bildschirmzeit auf XBox/Windows-PC begrenzen: Bildschirmzeit einstellen über Microsoft Family

Wie lange darf mein Kind Medien nutzen?

Diese Frage beschäftigt viele Eltern. klicksafe bietet Ihnen Orientierung für altersgerechte Medienzeiten und hilfreiche Tipps, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind passende Regeln vereinbaren können.

2 Datenschutz und Privatsphäre in Minecraft

2.1

Sichere Server finden

Ein Minecraft-Server ist eine Online-Welt, in der mehrere Spieler gleichzeitig zusammen spielen können – z. B. bauen, kämpfen, handeln oder chatten.

  • Es gibt öffentliche Server (frei zugänglich für jeden).
  • Und private Server, die eingeschränkt sind. Manchmal müssen Spielende auf einer Whitelist stehen, damit sie dem Server beitreten dürfen. 

Private Server dürfen nur zuvor freigegebene Spielende betreten. Es gibt viele Server für Kinder und Jugendliche, bei denen Sie als Elternteil die Teilnahme Ihres Kindes zuvor beantragen müssen. Diese Server sind dann speziell für Kinder erstellt und moderiert. Das heißt, die Inhalte werden von verschiedensten Personen überprüft. Eine Anmeldung für die Server ist über die Registrierungsseite des jeweiligen Servers möglich. 

Das Spielen auf privaten Servern mit Whitelist wird für einen sicheren Online-Zugang bei Minecraft von uns empfohlen. Folgend finden Sie eine Auflistung geeigneter Server und deren Anmeldemöglichkeiten: 

  • Server speziell für Kinder mit Autismus – sehr sicher, moderiert, unterstützt Community. Over 18.000 whitelisted Spielende.
  • Beitritt: Website besuchen, Konto erstellen und Whitelist-Anfrage stellen.
  • Server wird als familienfreundlich, kindersicher und geschützt beschrieben.
  • Beitritt: Website besuchen, Konto erstellen und Whitelist-Anfrage stellen.
  • Server besitzt einen klaren Verhaltenskodex, eine aktive Moderation und ist kinderfreundlich.
  • Beitritt: Website besuchen, Konto erstellen und Whitelist-Anfrage stellen.
2.2

Minecraft Realms

Minecraft Realms ist ein kostenpflichtiger Online-Mehrspielerserver-Dienst von Mojang (dem Entwickler von Minecraft), mit dem Spielende:

  • einen privaten Server erstellen können,
  • gemeinsam mit Freunden in einer sicheren Umgebung spielen,
  • ohne komplizierte Einrichtung anfangen können.

Es gibt zwei Versionen:

  1. Realms für Minecraft: Bedrock Edition (Windows 10, Konsolen, Mobile)
  2. Realms für Minecraft: Java Edition (nur PC/Mac)

Minecraft Realms sind private Server. Dort haben nur eingeladene Personen Zugang. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Nutzung von Minecraft Realms und ob die Kosten in diesem Fall nötig sind. 

3 Sonstige Einstellungen in Minecraft

3.1

In-App-Käufe sperren

In Minecraft kann Ihr Kind innerhalb des Spieles Geld für weitere Spielinhalte ausgeben – sogenannte In-App-Käufe. Diese können zu unerwarteten Kosten führen. Wir empfehlen daher diese Käufe zu sperren. Das geht leider in der App selbst nicht, sondern muss am Gerät selbst eingestellt werden:

Wie Sie diese Einstellung für das passende Gerät einstellen, finden Sie in dieser Anleitung: Gemeinsam Nutzen – Geräte von mehreren Familienmitgliedern nutzen lassen.

3.2

Spielende blockieren und melden

Wenn Ihr Kind in einem Spiel auf Fremde trifft, die sich negativ verhalten oder unangemessene Sprache verwenden, können Sie diese Spielenden blockieren und melden:

3.3

Modpacks für besseren Schutz installieren

Mods (kurz für Modifikationen) sind Erweiterungen für Minecraft, die das Spiel verändern oder erweitern. Sie können z. B.:

  • Inhalte hinzufügen (z. B. Tiere, Blöcke, Maschinen)
  • Funktionen verändern (z. B. Kindersicherung, Kameraansicht)
  • Spielerlebnis anpassen (z. B. Lernen, Frieden, Offline-Spiel).

Mods kann man nur mit der Minecraft Java Edition, also nur wenn Ihr Kind Minecraft auf dem PC nutzt.
Mods können Minecraft:

  • sicherer machen (z. B. durch das Deaktivieren von Online-Features)
  • pädagogisch wertvoller machen (z. B. Lern-Mods)
  • übersichtlicher machen (z. B. vereinfachte Menüs)
  • besser steuerbar für Eltern machen (z. B. eingeschränkte Rechte).

Informiert bleiben

Updates von Herstellern können neue Risiken oder Schutzmöglichkeiten für Geräte, Dienste und Apps mit sich bringen.

So bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand:

  • WhatsApp-Kanal: Hier erhalten Sie Updates zu Anleitungen und Tipps zur Begleitung Ihres Kindes.
  • Medien-Kindersicher-Assistent: Registrieren Sie sich auf Medien-Kindersicher.de, wählen Sie relevante Anleitungen aus und aktivieren Sie E-Mail-Benachrichtigungen, um über Änderungen an den von Ihrem Kind genutzten Geräten und Diensten informiert zu werden. 

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